Stromhandel an der Börse

Der kurzfristige Stromgroßhandel in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz läuft seit 2009 über die europäische Strombörse European Power Exchange (EPEX SPOT SE). Wir erfassen die kurzfristigen Verkaufs- und Bedarfsmengen unserer Kunden rund um die Uhr, um sie ggf. auf dem EPEX-Spotmarkt anzubieten bzw. zu beschaffen. Für die kurzfristige Portfoliooptimierung bietet die europäische Strombörse zwei Handelsmodelle:

Intraday-Handel von Strom

Stromkontrakte zur Lieferung am selben oder folgenden Tag werden im Intraday-Handel der EPEX an jedem Tag des Jahres rund um die Uhr gehandelt. Stundenblöcke, Einzelstunden und Viertelstunden des laufenden Tages können im Intraday-Handel der EPEX bis zu 45 Minuten vor Lieferbeginn gekauft und verkauft werden. Ab 15.00 Uhr ist außerdem der Handel mit Stunden des Folgetages möglich.

Auktionshandel auf dem Day-Ahead-Markt

Auf dem Day-ahead-Markt der EPEX wird der Strom für den nächsten Tag in blinden, anonymen Auktionen gehandelt. Dafür findet täglich je eine 1h-Auktion bzw. ¼ h-Auktion für die verschiedenen Marktgebiete wie z. B. Deutschland/Luxemburg, Österreich, Frankreich und der Schweiz statt. Hier können die Börsenteilnehmer gleichzeitig unterschiedliche Kauf- und Verkaufsmengen zu jeweils verschiedenen Preisen platzieren. Die an der Börse abgeschlossenen Geschäfte werden dann am jeweiligen Folgetag physisch in die entsprechenden Regelzonen geliefert. Für das Marktgebiet Deutschland sind das die Regelzonen von Amprion, TenneT, 50Hertz und TransnetBW.

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Dirk Gieselmann

Bilanzkreismanagement und Stromhandel

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